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vom 04.02.2015

Anmerkung der ANU:

Siehe auch unsere Seite:

Ablagerung von Hühnertrockenkot

Kreisverwaltung mahnt zur Sorgfalt mit dem organischen Dünger

lr Lüchow. An einigen Stellen im Landkreis sind sie auf den Äckern zu finden: Haufen mit Hühnertrockenkot. Dass Bürgerinnen und Bürger vielerorts durch diese Aufhäufungen verunsichert sind, zeigen Hinweise auf die vermeintlich unsachgemäße Lagerung des Kotes, die in den vergangenen Wochen vermehrt bei der Kreisverwaltung in Lüchow eingingen. Die zahlreichen Anfragen und Hinweise hat der Landkreis daher zum Anlass genommen, über das Thema Hühnertrockenkot grundsätzlich zu informieren. Hühnertrockenkot sei, so betont die Behörde, ein „hochwertiger organischer Dünger, dessen ordnungsgemäße Verwertung im Rahmen der Düngeverordnung durch die Landwirtschaftskammer überwacht wird“. Die Düngeverordnung enthalte Vorgaben, wie mit Düngemitteln zu verfahren sei. Dort seien zum Beispiel die Art und Weise der Aufbringung von Düngemitteln und deren chemische Zusammensetzung geregelt. Dies bedeute, dass die grundlegende Zuständigkeit für das Thema der ordnungsgemäßen Düngung bei den landwirtschaftlichen Dienststellen liege und auch von dort überwacht werden, informiert die Kreisverwaltung. Um Hühnertrockenkot beispielsweise aus den Niederlanden nach Deutschland zu bringen, sei eine Genehmigung vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung notwendig.

Auf den korrekten Umgang und die sachgerechte Lagerung von Hühnertrockenkot hat die Kreisverwaltung aufmerksam gemacht. In diesem Fall hatte ein Landwirt den Dünger offensichtlich nicht rechtzeitig in den Boden gebracht. A ufn.: A. Schmidt

Bevor die Genehmigung erteilt werde, hole das Ministerium die Zustimmung des Fachdienstes Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Lüchow- Dannenberg ein. Soweit keine seuchenhygienischen Bedenken bestehen, werde diese Zustimmung erteilt. Wörtlich heißt es in der Information der Kreisverwaltung: „Die ausgestellten Genehmigungen enthalten unter anderem die Regelung, dass der Hühnertrockenkot unmittelbar auf die Ackerfläche zu verbringen und dort unverzüglich einzuarbeiten ist. Sollte eine unmittelbare Verwertung nicht möglich sein, ist der Hühnertrockenkot abzudecken. Werden die Bestimmungen der Genehmigung nicht beachtet, so müssen die betreffenden Landwirte mit Bußgeldern rechnen. Bei konkreten Hinweisen auf eine Wassergefährdung werden auch seitens der Unteren Wasserbehörde des Landkreises die notwendigen Schritte eingeleitet.“ Dies sei in aller Regel dann der Fall, wenn eine längerfristige Zwischenlagerung auf der Ackerfläche erfolge. Dabei prüfe die Untere Wasserbehörde dann folgende Kriterien: Eine Grund- und Oberflächenwassergefährdung sei unter anderem dann gegeben, wenn der Abstand zum Grundwasser weniger als ein Meter beträgt und der Boden sehr durchlässig ist, oder Abstände zu Oberflächengewässern von mindestens 15 Meter nicht eingehalten werden. „Trifft eines der Kriterien zu, wird im Einzelfall entschieden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind“, heißt es aus dem Kreishaus. Insbesondere könne die unverzügliche Verwertung des Hühnertrockenkots oder dessen Umlagerung angeordnet werden. Die Kreisverwaltung hat daher die beteiligten Landwirte gebeten, im Sinne des Schutzes von Mensch, Umwelt und Natur die Bestimmungen zu beachten.


Bezugsquelle:

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