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vom 02.04.2015

Minister Drahtseilakt

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) war gestern zu Gast in Lüchow-Dannenberg
bp Lüchow/Gartow. Wo auch immer Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) hinkommt, scheiden sich an ihm die Geister. So war es auch gestern bei seinem Besuch im Lüchower Gildehaus, wohin die Lüchow-Dannenberger Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt (ANU) zu einem Diskussionsabend unter dem Titel „Die Entwicklung der Agrarwirtschaft - Gibt es eine Alternative zu ,Immer größer immer mehr'?" geladen hatte (ausführlicher Bericht folgt).

Musste bei den vielen Fragen der Zuhörer reichlich Notizen machen: Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne/links) war gestern auf Einladung der ANU zu Besuch im Lüchower Gildehaus und musste sich auch kritische Nachfragen gefallen lassen. Johann E. P. Strauß moderierte den Abend.   Aufn.: B. Piel Niedersachsens

 Die ANU hatte ein Plakat mit der Aufschrift „Niedersachsen blüht auf - weiter so, Christian!" aufgehängt.

Die sehr zahlreich anwesenden Landwirte - das Foyer des Gildehauses platzte aufgrund der großen Besucherzahl aus allen Nähten - hatten zwar keine Protestplakate dabei, kamen aber mit teilweise spürbarer Protesthaltung. Einigen schmeckt der Kurs desgrünen Ministers, den dieser selbst als „sanfte Agrarwende" bezeichnete, so gar nicht. Und selbst längst nicht allen, die eine Agrarwende fordern, passt Meyers Vorgehen - sie wollen es radikaler.

 „Man muss die Massentierhaltung verbieten", schallte ein Zwischenruf durch den Raum. Eines wurde an dem Abend ganz deutlich: Meyer ist Minister Drahtseilakt, ein Balancierender qua Mission. Bereits gestern Nachmittag war Meyer in Gartow gewesen, wo er eine Tagung von rund 50 Landwirten aus mehreren Bundesländern besuchte. Diese widmete sich dem Thema Bodenfruchtbarkeit und vermittelte Ansätze jenseits der Lehrmeinung.

Außerdem hatte er den Nienwalder Bio-Eier-Produzenten Waldgarten besucht. Er zeigte sich sehr angetan von der dortigen Produktion nach Demeter-Richtlinien und nannte diese Art der Landwirtschaft „sehr förderfähig".


 

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