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vom 12.02.2014

Bis zu drei Meter breit abgepflügt

Flecken Clenze organisiert Podiumsdiskussion zum Thema Wegeseitenränder

lr Clenze.  Gut Ding braucht Weile – darauf hofft man in der Gemeinde Clenze beim seit mehreren Jahren intensiv diskutierten Thema „überpflügte Wegeseitenränder“.

Der Gemeinderat des Fleckens hat nun eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit dieser Problematik beschäftigt. Ziel der Gemeinde ist es, in Zukunft in einem gedeihlichen Miteinander aller Beteiligten diesen Teil der Kulturlandschaft zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Wie das auf dem Gemeindegebiet geschehen könnte, darüber soll auf Initiative des Fleckens am Mittwoch, dem 26. Februar, ab 19 Uhr im Clenzer Culturladen in der Langen Straße 21 b bei einer Podiumsdiskussion gesprochen werden.

Der Gemeinderat hat dazu die Vertreter der landwirtschaftlichen Organisationen, der Naturschutzverbände und der Naturschutzbehörde beim Landkreis Lüchow-Dannenberg eingeladen.

Die Wege im Gemeindegebiet, zu denen neben der Fahrspur auch die meist mehrere Meter breiten Streifen auf beiden Seiten eines Weges gehören, befinden sich in den allermeisten Fällen im Eigentum der Kommune und sind damit öffentliches Gut. Allein im Flecken Clenze haben die Wege mit solchen Seitenstreifen eine Gesamtlänge von rund 160 Kilometern. Landwirte nutzen diese Wege, um ihre Felder, Äcker, Wiesen und Weiden zu erreichen und zu bewirtschaften. Doch immer wieder kommt es vor, dass Bauern über die Grenze ihrer Felder hinaus auch die Wegeseitenränder bewusst oder unbewusst abpflügen. Sie nehmen damit nicht nur fremde Flächen, also das Eigentum der Gemeinde, unter den Pflug, sondern verhindern auch, dass dort wertvolle Biotope für Pflanzen und Tiere entstehen.

Stichproben im Clenzer Gemeindegebiet haben nach Angaben der Kommune ergeben, dass manche Landwirte die Wegeseitenränder bis zu drei Meter breit abgepflügt haben, was sich bei einer Gesamtlänge von 160 Kilometern vermutlich auf mehr als ein Dutzend Hektar umgepflügte Wegeseitenränder summiert. In anderen Kommunen dürfte es ähnlich sein.

Es besteht also Handlungsbedarf sowohl seitens der Gemeinden als auch seitens der Naturschutzbehörden, teilt die Gemeinde Clenze mit. Wie in der Praxis die verlorengegangenen Wegerandstreifen im Sinne der Kommunen und des Naturschutzes wiederbelebt werden können und welche Schritte dafür notwendig sind, das ist allerdings vielfach unklar. Denn es geht neben den rein rechtlichen und finanziellen Aspekten auch darum, die Beziehung zwischen Kommunen, Naturschützern und Landwirten nicht unnötig zu belasten.

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Auch dieser Wegeseitenraum in der Gemeinde Clenze ist zu breit abgepfügt worden. Nun hat die Kommune eine Arbeitsgruppe gegründet, um dieses im ganzen Kreisgebiet weitverbreitete Problem zu lösen.

 

Bezugsquelle:

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