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vom 13.04.2011

Fläche am Reitplatz wird nicht verkauft

Reitverein darf Areal unentgeltlich nutzen — Diskussion um umgepflügten Weg bei Beseland

dm Clenze. Die Gemeinde Clenze will dem örtlichen Reit-und Fahrverein (RFV) ein rund
16 000 Quadratmeter großes Areal östlich des Reitplatzes und des Sportplatzes für 25 Jahre unentgeltlich zur Nutzung überlassen. Das beschloss der Gemeinderat am Montag auf dem Schießstand mit den acht Stimmen von CDU und SPD. Der Reitverein soll dafür die Pflege der Fläche übernehmen. Im Nutzungsvertrag soll zudem festgeschrieben werden, dass auch andere Vereine und die Schule das Areal nutzen dürfen. Rund zwei Drittel der Fläche sollen dem RFV ohne Kündigungsrecht überlassen werden. Für das restliche Drittel der Fläche behält sich die Gemeinde ein einjähriges Kündigungsrecht vor, damit das Areal für die Kommune nutzbar bleibt, falls dort beispielsweise ein Blockheizkraftwerk für die nahen Schulen gebaut werden soll.

Bürgermeister Herbert Höbermann (CDU), der an dieser Entscheidung nicht mitwirkte, weil er Vorsitzender des Reitvereins ist, zeigte sich „sehr enttäuscht". Der RFV wollte die Fläche eigentlich kaufen, weil er sie für Veranstaltungen – vor allem als Parkfläche – nutzen möchte.

Eine hitzige Diskussion gab es Verkauf einer rund 2 800 Quadratmeter großen Fläche in der Gemarkung Beseland. Ein Landwirt hatte dort einen Feldweg umgepflügt, der im Besitz der Gemeinde ist. Der Rat stimmte einmütig dafür, dem Bauern die Fläche unter der Voraussetzung zu verkaufen, dass er in mindestens der gleichen Größe Ausgleichsflächen anlegt. Nun soll nahe des umgepflügten Weges eine Obstbaumreihe gepflanzt und in der Nähe eine Streifen für den Ortolanschutz angelegt werden.

Dieter Sauter und Stefan Buchenau von der UWG stören sich daran, dass dem einen Weg in Besitz nimmt und im Gemeinderat „einfach darüber hinweggegangen" werde, dass jemand der Gemeinde eine Fläche „klaut". Bürgermeister Höbermann widersprach dieser Darstellung: Der Landwirt habe die Fläche im guten Glauben umgepflügt, dass es sich um einen Privatweg handele. Ihm sei irrtümlicherweise gesagt worden, vor Jahren seien die Besitzverhältnisse während eines Flurbereinigungsverfahrens geändert worden.

Verkauft werden soll zudem ein Feldweg westlich von Gohlefanz, und zwar mit der Auflage zu prüfen, ob Ausgleichsmaßnahmen notwendig sind, und Wegerechte für Anlieger zu sichern. Ebenfalls einstimmig votierte das Gremium für den Verkauf eines Grundstücks am Ortsrand von Reddereitz, auf dem ein altes baufälliges Pumpenhaus steht.

Enttäuscht werden dagegen mehrere Interessenten für zwei Laubwaldflächen bei Corvin und Meußließen, die die Gemeinde behalten und selbst durchforsten lassen will.

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