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vom 13.04.2011

»Wollen Stillstand nicht haben»

Gemeinderat Clenze: Entscheidung über Supermarkt-Projekt in der Ortsmitte wird nicht vertagt

dm Clenze. Lag es an den Themen von Atomkraft bis Discounter-Projekt in der Clenzer Ortsmitte oder am großen Bürgerinteresse? Die gut drei Dutzend Zuhörerinnen und Zuhörer erlebten am Montagabend im Clenzer Schießstand eine Gemeinderatssitzung in aufgeheizter Atmosphäre. Das Gremium stritt dabei nicht nur erneut um das Supermarktprojekt in der Mitte von Clenze.

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Bild: Das Feuerwehrgerätehaus in Groß Sachau soll ebenso wie das in Gistenbeck der Samtgemeinde Lüchow (Wendland) übertragen werden. Aufn.: D. Boick

Die UWG wollte die Entscheidung über die Bebauung des Grundstückes der abgebrannten Gaststätte »Clenzer Hof» sowie der umliegenden Areale in die nächste Legislaturperiode verschieben, damit die Ratsmiglieder einen entsprechenden Beschluss vertreten müssen, die noch fünf Jahre dem Gremium angehören. Es sei ein neuer Sachverhalt eingetreten, begründete Stefan Buchenau für die UWG. CDU- und SPD-Ratsmitglieder lehnten diesen Antrag mit großer Mehrheit ab, sie sehen den Sachverhalt ganz anders. »Ich traue mir zu, das zu entscheiden», sagte Sascha Liwke (CDU): »Wir wollen diesen Stillstand nicht haben.» Die Grundsatzentscheidung mit der Verabschiedung eines Bebauungsplans sei schon 2007 gefallen. »Wir haben unser Ratsmandat bis zum 31. Oktober 2011, ich bin deshalb bereit zu entscheiden», betonte Joachim Tzscheut-schler für die SPD. Ein städtebaulicher Vertrag sei in Vorbereitung, informierte Bürger- meister Herbert Höbermann (CDU) kurz über den Fortgang des Vorhabens.

Begonnen hatte der Streit im Rat damit, dass die UWG eine Resolution gegen Atomenergienutzung als Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung setzen lassen wollte, weil der Antrag zu spät eingangen war. Der Bürgermeister sah die Dringlichkeit nicht, die Resolution könne auch auf der nächsten Sitzung innerhalb der nächsten14 Tage behandelt werden. Mit sechs gegen fünf Stimmen lehnte die CDU das Ansinnen der UWG ab. Deren Dieter Sauter monierte, dass zur Sitzung zu kurzfris-tig eingeladen worden sei.

Die Feuerwehrgerätehäuser in Groß Sachau und Gistenbeck sollen rückwirkend zum 1. Januar der Samtgemeinde Lüchow (Wendland) übertragen werden. Das beschloss der Rat einstimmig mit der Vorgabe, dass die Feuerwehren und die Dorfgemeinschaften die Gebäude weiterhin so nutzen können wie bisher. Die Gemeinde spare dadurch rund 2000 Euro im Jahr an Unterhaltungskosten, erläuterte Höbermann. Die Ortsschilder in Corvin sind schon Ende voriger Woche ausgetauscht worden. Montagabend holte der Rat einstimmig die formale Entscheidung nach, dass die alte Schreibweise für das Dorf Corvin mit C wieder eingeführt wird. Seit rund 50 Jahren wurde Corvin mit K geschrieben.

Nicht ausgeräumt ist der Disput um die Bepflanzung des Seitenstreifens des Betonweges zwischen Bussau und der Kreisstraße 18. Der Arbeitskreis Natur und Umwelt wollte dort Bäume pflanzen, weil ein Landwirt dort den Seitenstreifen umgepflügt habe. Der Bauer hatte sich beim Ortstermin jedoch dagegen ausgesprochen. Nun sollen dort zunächst verkümmerte junge Bäume ersetzt werden.

Erneuert werden bald für insgesamt rund 220000 Euro zwei Wirtschaftswege, informierte Höbermann: ein 700 Meter langer Abschnitt zwischen Clenze und Sachau sowie eine 800 Meter lange Strecke zwischen Clenze und Jiggel. Einstimmig beschloss der Rat, dass die Kommune nur noch Strom aus zu 100 Prozent regenerativen Qellen beziehen will.

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