Pressemitteilung der ANU

vom 23.01.2011

"Wendland" bei der Demo "Wir haben es satt" in Berlin

 Aus dem Wendland und der Altmark fuhren 40 Teilnehmer von Salzwedel nach Berlin.
Die Auftaktkundgebung vor dem Hauptbahnhof begann um 11:30 Uhr.
22'000 Menschen hatten sich versammelt, um wegen der Zustände in der Landwirtschaft zu demonstrieren.

Die "Grüne Woche" war hierfür der geeignete Anlass.
Das Motto der Veranstalter lautete:. "Wir haben es satt". Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten!

Der Demonstrationszug ging anschließend durch die Stadt bis zum Brandenburger Tor.
Dort fand dann die eigentliche Kundgebung statt. Hierzu aufgerufen hatten über 120 Organisationen. Auch Landwirte als Vertreter der ABL-Wendland waren mit Treckern nach Berlin gefahren. Die Veranstalter sprachen von einer überraschend großen Anzahl von
Teilnehmern.

In den Redebeiträgen wurde ein grundsätzlicher Wandel in der Landwirtschaft gefordert.
Der Dioxinskandal ist nur ein Beispiel, wie durch mafiöse Strukturen ganze landwirtschaftliche Betriebe in den Ruin gedrängt werden.

Die Abhängigkeit der Bauern von den Futtermittelproduzenten über die Lieferanten von Jungtieren und die Abnahme der schlachtreifen Tiere wiederum durch Großkonzerne, macht eine Einscheidungsfreiheit für den Einzelnen völlig unmöglich.

Die aus Wietze angereiste "BI gegen den Großschlachthof Röthkötter" nannte es eine Ungeheuerlichkeit, dass die Politik dies auch noch unterstütze.
Auch die geplanten Masthähnchenställe im Wendland (die EJZ berichtete darüber)
wären ein Baustein für diesen Großschlachthof.

Der alternativen Nobelpreisträger Nnimmo Bassey aus Nigeria, Vorsitzender der internationalen Umweltorganisation Friends of the Earth (Freunde der Erde) sprach von der
von der Zerstörung gewachsener bäuerlicher Strukturen in Afrika durch die europäische Landwirtschaftspolitik.

Als Rednerin trat auch Renate Künast (Bündnis90/Die Grünen) auf und bezeichnete die Demonstration als eine Kampfansage der Verbraucher und Landwirte gegen die derzeit herrschende Agrarpolitik.
Anschließend gab es ein Protestkonzert "Rock for Nature".


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Vor dem Hbf Berlin

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Ankunft am Hbf Berlin

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IgiT vor dem Brandenburger Tor

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Umsteigen in Wittenberge

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Demonstrationszug zum Brandenburger Tor