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vom 29.08.2010

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Wer hilft, den Kirchsteig in Püggen auszuschneiden?

Luckau (bvo). Es ist nicht leicht, ein Bürgermeisteramt auf dem Dorf zu bekleiden - davon kann Klaus-Dieter Kiekhäfer (CDU) ein Lied singen. Die aktuelle Debatte um das Verschwinden der Feldränder (Bericht in GA 32) nahmen Gemeinde-Bürgermeister Klaus-Dieter Kiekhäfer und sein Stellvertreter, Landwirt Gerhard Ziegler aus Mammoißel zum Anlass, nochmal nachzumessen.

Und tatsächlich ist der ehedem verschwundene Weg auf dem Acker bei Püggen wieder da - „vielleicht an einigen Stellen etwas versetzt", wie Gerhard Ziegler berichtet, aber doch wieder auf der ganzen Länge und auch zum größten Teil in der vorgeschriebenen Breite - ein echtes Positiv-Beispiel.

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Luckaus Bürgermeister Klaus-Dieter Kiekhäfer (r.) und sein Stellvertreter Gerhard Ziegler haben nachgemessen.


Um die Schwierigkeiten der Landwirte beim Bearbeiten ihrer Flächen zu verdeutlichen, erläuterten die Kommunalpolitiker gegenüber dem GA den Hintergrund der Anbaumethoden: Die EU subventioniert nur die Flächen, die auch per Luftbildkontrolle nachweislich beackert werden. Deswegen gehen viele Bauern auch exakt bis an die Grundstücksgrenzen heran - und "einige wenige" darüber hinaus, was natürlich auch von Kiekhäfer und Ziegler kritisiert wird. Und die Gemeinde achtet auch auf ihre Flächen und fordert die Landwirte auf, die Grundstücksgrenzen einzuhalten. „Früher wurden Hecken auch öfters stehen gelassen", wissen Kiekhäfer und Ziegler, doch dann kam die EU-Vorschrift - und damit die Ackerfurchen, die bis an den Rand gehen.


Ein weiteres Beispiel für den Spagat zwischen erforderlichem Naturschutz, den
Bedürfnissen der Anwohner und der Sicherungspflicht der Gemeinde ist der berühmte Kirchsteig zwischen Püggen und Zeetze, ein markantes Naturdenkmal, das auch touristisch bedeutend ist. Die Kopflinden sind inzwischen wieder derart ausgeschlagen, dass sie eigentlich kräftig zurückgeschnitten werden müssten, um den Weg wieder zum Weg zu machen. „Aber da kassier ich garantiert wieder jede Menge Ärger", prophezeit Kiekhäfer, der deshalb ein Angebot macht: „Naturschützer dürfen sich gerne bei mir melden und helfen, den Weg umweltverträglich wieder herzustellen!"

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Wer möchte helfen, den zugewachsenen Kirchsteig zwischen Zeetze und Püggen naturschutzgerecht auszuschneiden? Bitte beim Bürgermeister melden! Fotos: Björn Vogt

Um der Sicherungspflicht der Gemeinde nachzukommen, bliebe alternativ sonst eigentlich nur, so Kiekhäfer sarkastisch, ein „Durchfahrt verboten"-Schild aufzustellen...

 

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Bearbeitet am: 28.03.2010/ad


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