vom 27.11.2010

Hochwertiger organischer Dünger

Kreisverwaltung informiert über Ablagerungen von Hühnertrockenkot aus den Niederlanden

lr Lüchow. Bei Hühnertrockenkot handelt es sich um hochwertigen organischen Dünger, dessen ordnungsgemäße Verwertung zusätzlich im Rahmen der Düngeverordnung durch die Landwirtschaftskammer überwacht wird. Darauf hat die Kreisverwaltung hingewiesen, nachdem das Thema Hühnertrockenkot aus den Niederlanden vermehrt für Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit gesorgt sowie in politischen Gremien des Kreistags thematisiert worden ist.


Hühnertrockenkot ist ein hochwertiger organischer Dünger. Er muss aber ordnungsgmäß verwertet werden, das überwacht die Landwirtschaftskammer. Aufn.: ANU

Die Düngeverordnung enthält nach Angaben der Kreisverwaltung Vorgaben, wie mit Düngemitteln zu verfahren ist. Dort seien zum Beispiel Regelungen über die Art und Weise der Aufbringung von Düngemitteln und deren chemische Zusammensetzung enthalten. Die grundlegende Zuständigkeit für das Thema im Rahmen ordnungsgemäßer Düngung liege bei den landwirtschaftlichen Dienststellen, die auch für die Überwachung zuständig seien.

Für die Verbringung von Hühnertrockenkot aus den Niederlanden werden Genehmigungen vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung ausgestellt, erläutert die Kreisverwaltung. Vor Erteilung der Genehmigung hole das Ministerium die Zustimmung des Fachdienstes Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Lüchow-Dannenberg ein. Soweit keine seuchenhygienischen Bedenken bestünden, werde diese Zustimmung derzeit jeweils erteilt, heißt es aus dem Kreishaus.

Die Genehmigungen enthielten unter anderem die Regelung, dass der Hühnertrockenkot unmittelbar auf die Ackerfläche zu verbringen und dort unverzüglich einzuarbeiten sei. Sofern die Bestimmungen der Genehmigungen nicht beachtet werden, müssten die betreffenden Landwirte mit Bußgeldern rechnen, warnt die Kreisverwaltung.

Sobald „konkrete Besorgnisse einer Wassergefährdung" bestünden, sei es Aufgabe der Unteren Wasserbehörde des Landkreises, notwendige Schritte einzuleiten. Das sei in aller Regel dann der Fall, wenn eine nicht nur sehr kurzfristige Zwischenlagerung auf der Ackerfläche erfolge, erklärt die Verwaltung. Dabei seien dann folgende Kriterien zu sehen: „Eine Grund-/Oberflächenwassergefährdung ist unter anderem zu besorgen, wenn der Flurabstand zum Grundwasser weniger als ein Meter beträgt und der Boden sehr durchlässig ist, oder Abstände zu Oberflächengewässern von mindestens 15 Meter nicht eingehalten werden", heißt es in der Mitteilung aus dem Kreishaus.

Bei „konkreten Besorgnissen" werde im Einzelfall entschieden, welche Maßnahmen zu ergreifen seien, erklärt die Behörde in Lüchow. Insbesondere könne „die unverzügliche Verwertung des Hühnertrockenkots oder dessen Umlagerung angeordnet werden". Die Kreisverwaltung bittet die beteiligten Landwirte, die Bestimmungen im Sinne eines geordneten Umweltschutzes zu beachten.

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