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vom 17.09.2010

Kontrolle mit dem Maßband

Gemeinde Karwitz will unberechtigtes Unterpflügen von Wegerändern bekämpfen

rg Nausen. Seit einiger Zeit steht das Thema umgepflügter Wegeseitenränder in Lüchow-Dannenberg im Fokus der Öffentlichkeit. Auch in der Gemeinde Karwitz. Und dort soll jetzt gehandelt werden: Der Rat beschloss auf seiner Sitzung im „Tannenkamp" in Nausen, sich die Situation an den gemeindeeigenen Wegen in nächster Zeit genau anzuschauen – und dort, wo unrechtmäßigerweise Gemeindeeigentum weggepflügt wurde, die Verursacher ins Gebet zu nehmen. Und das Ganze beschloss das Gremium einstimmig.

Gestellt hatte den Antrag die GLW-Fraktion, und der Vorschlag traf bei den übrigen Ratsmitgliedern auf einhellige Zustimmung. Gemeindebürgermeister Horst Harms (CDU) hatte sogar bereits eine Karte anfertigen lassen, in der verzeichnet ist, wie breit die Wege, die der Gemeinde gehören, sein müssen. Anhand dieser Karte ließe sich feststellen, ob und wo Gemeindegrund untergepflügt worden war.

Einig war man sich im Karwitzer Rat jedoch auch darüber, dass bei festgestellter Landnahme nicht sofort Sanktionen ausgesprochen werden sollten. „Wenn auf der Fläche gerade etwas eingesät ist oder schon wächst, dann würden wir auch warten, bis geerntet wurde, bevor der Landwirt das wieder in den Ursprungszustand bringen muss", betonte Harms. Die Feldbegehung soll in der ersten Oktoberwoche stattfinden, einen genauen Termin wollen die Ratsmitglieder noch verabreden.

War man sich bei den Wegeseitenrändern noch einig, kamder Rat beim Thema der Pflege von Hecken und Bäumen an den Straßenrändern nicht auf einen Nenner. Die GLW-Fraktion hatte beantragt, dass man sich bei Pflegemaßnahmen künftig an die Empfehlungen des Landkreises halte, die dieser in einer kleinen, grünen Broschüre herausgegeben hatte. Bürgermeister Harms fragte, „warum man sich das ans Bein binden" solle. In Karwitz würden diese Pflegemaßnahmen „vernünftig laufen", und dort, wo beschnitten werde, sei es notwendig, damit die Landwirte auf ihre Flächen kämen. Vor allem befürchte man, dass es Folgen haben könnte, wenn ein solcher Beschluss gefasst werde, wenn aber dann doch irgendwo in Sachen Hecken- oder Baum-beschnitt etwas schief laufe. Gegen zwei Stimmen aus der CDU-Fraktion nahm der Rat den GLW-Antrag letztlich jedoch an.

Die Gemeinde Karwitz wird künftig Imker, die ihre Völker in der Gemeinde Karwitz aufstellen, finanziell fördern. Einen entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion nahm der Rat einstimmig an. 25 Euro pro Bienenvolk, das eine ganze Saison über im Bereich der Gemeinde aufgestellt war, soll es ab 2011 geben. Man wolle damit „auch ein Zeichen setzen", sagte Ul- rich Dreyer (CDU), der den Antrag im Namen der Fraktion vortrug. Die Bienen seien bedroht, ihre Leistung für die Landwirtschaft jedoch „unersetzlich". Dem stimmte auch Bürgermeister Harms zu. Man könne sogar überlegen, ob nicht gemeindeeigene Flächen für das Aufstellen von Bienenvölkern zur Verfügung gestellt werden können.

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