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vom 09.12.2009

"Grundsätzlich positive Signale

Geplant: Solarpark auf einer Fläche von 28 Hektar - SG-Rat stellt die Weichen - Sitzung in Meetschow

ab Meetschow. Wenn alles wie angedacht über die Bühne geht, werde die Anlage, so Gartows Bürgeramtsleiter Lutz Haas, »die wohl größte ihrer Art in Niedersachen» sein. Die geplante Anlage; das ist eine Frei-flächen-Fotovoltaikanlage, die schon bald zwischen Gartow und Kapern auf einem Areal längs der B493 errichtet werden soll - auf einer Fläche von 28 Hektar.

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Bild: Ein solches Bild, als unlängst in Grabow mit dem Bau des dortigen Solarparks begonnen wurde, könnte sich dem Betrachter schon bald auch zwischen Gartow und Kapern bieten: Auf einem Areal von 28 Hektar soll dort eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage entstehen. Aufn.: D. Boick

Ein Vergleich: Der derzeit am Grabower Ortsrand entstehende Solarpark beansprucht eine Fläche von gut vier Hektar.

Vor einigen Tagen hat sich bereits Gartows Gemeinderat einstimmig für das Projekt ausgesprochen und sich für die Aufstellung eines Bebauungsplanes stark gemacht, am Dienstagabend votierte nun der Gartow-er SG-Rat in seiner Jahresabschlusssitzung im Gasthaus Herter in Meetschow für die Fort- schreibung des entsprechenden Flächennutzungsplanes - ebenfalls einmütig. »Was da auf der ,Neudeichskoppel» gebaut werden soll, entspricht den Klimazielen, über die derzeit in Kopenhagen auf der Weltklimakonferenz diskutiert wird», meinte der Bürgeramtsleiter.

»Zur Abschätzung eines Planungserfolges war in einer Antragskonferenz beim Landkreis von den zuständigen Fachbe-hörden grundsätzlich ein positives Signal zu hören», berichtete Lutz Haas in der Ratssitzung: »Da es sich jedoch um ein nicht privilegiertes Vorhaben im Au-ßenbereich handelt, ist für das Aufstellen eines Bebauungsplanes die Fortschreibung der Flächennutzung erforderlich.»

Gartows SG-Rat beschloss in Meetschow, den Flächennutzungsplan dahingehend fortzuschreiben, dass die planerische Grundlage zur Aufstellung des beabsichtigten Bebauungsplanes »Solarpark Gartow Neudeichskoppel» erfüllt werde - unter dem Vorbehalt, »dass auch die übrigen Voraussetzungen für eine Bauleitplanung der Gemeinde erfüllt sind». Auch müsse, solange die Anlage in Betrieb sei, der Sitz des Betreibers in der Gemarkungsgemeinde Gartow gemeldet sein.

Zudem sollen das finanzielle Risiko und die Planzielsetzung durch einen Vertrag dahingehend abgesichert werden, dass der Investor für die Planungs-kosten von rund 10000 Euro in Vorleistung geht und eine Erstattung erst dann erfolgt, wenn der Solarpark fertiggestellt ist.

In Sachen Solarpark und Bebauungsplan war Fried Graf von Bernstorff mit einer Projektgesellschaft aus Wismar jüngst an die Gemeinde Gartow herangetreten. Nach einem Zeitrahmen gefragt, ist der Graf zuversichtlich, dass die Gesellschaft bereits in den ersten Wochen des neuen Jahres mit dem Bau der Frei-flächen-Fotovoltaikanlage beginnen könne. Der Graf erzählte in der Ratssitzung auch, dass die Bodenverdichtung auf dem 28 Hektar großen Areal, das sich im Besitz der Bernstorffschen Familie befindet, unter fünf Prozent liegen werde.

Die Projektgesellschaft rechne, dass die Anlage so um die 20 Jahre laufe, danach solle die Fläche in eine Grünbrache zurückverwandelt werden. Die zu erwartende Stromleistung bezifferte Graf von Bernstorff vorgestern mit 6000 Megawattstunden, womit in der Gemeinde ein Stromüberschuss produ- ziert werde. Die Gemeinde Gartow würde zweifelsohne zu den Nutznießern des Solarparks gehören, landet doch die wahrscheinlich nicht ganz unerheb-liche Gewerbesteuer in ihrem Haushalt.
 

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